Über die Studie
Kosmetik Online 2001



Kosmetikbranche mit mangelhaftem Kundenservice und unzureichenden Mehrwerten im Internet

Der Kundenservice der Kosmetikbranche im Internet zeigte im Rahmen der netaspect-Studie „Kosmetik Online 2001“ ein überaus schwaches Bild. Dies ist das Ergebnis der ersten Expertenstudie von Internetauftritten der Kosmetikbranche.

Dass die Webauftritte zumeist nicht konsequent am Kunden ausgerichtet sind, zeigen drei Faktoren: Einerseits mangelt es an Kunden-beratung, andererseits werden selbst E-Mailanfragen der Kunden von den Unternehmen häufig ignoriert, oder zu spät und schlecht beantwortet.

Insgesamt fielen die Kosmetiksites weiterhin durch ihren geringen Unterhaltungswert auf. Weder mittels redaktioneller Inhalte noch mit Gewinnspielen oder anderen Unterhaltungsangeboten versucht die Kosmetikbranche ihren Kunden im Internet Mehrwerte anzubieten.

Weitere Chancen zur Kundenbindung, etwa durch virtuelle Kunden-beratung oder Newsletter lassen die meisten Unternehmen ungenutzt. Gestalterisch wie technisch liegen speziell die Kosmetiksites zudem oft weit hinter den mittlerweile gängigen Web-Standards zurück.

Lediglich zwei der untersuchten 25 Schlüsselkriterien konnten mit einer guten Gesamtdurchschnittsnote überzeugen: die Bereiche Design (2,3) und sofern vorhanden, die integrierte Online Bestellung (2,0). Alle restlichen 23 Schlüsselkriterien zeigten im Durchschnitt mäßig befriedigende Noten und sind damit stark verbesserungswürdig. Die Tatsache, dass vor allem charakteristische Punkte wie Interaktion, Multimedialität oder Aktualität besonders schlecht abschnitten, zeigt, dass sich die Branche noch nicht ausreichend auf das Internet eingestellt hat.

Als Branchenprimus mit den insgesamt besten Leistungen im Internet schnitt die Kosmetikmarke Nivea ab, sowie als Zweiter der Online-Shop von Douglas.