
Neben den klassischen Informationswegen etabliert sich das Internet immer weiter als Informationsquelle zu diesem Themenbereich. Zahlreiche Webangebote bieten Informationen rund um ein gutes Aussehen. So vereint das Thema „Damen- und Herrenkosmetik“ einen großen Interessenskreis der Internetnutzer.
In der Bevölkerung wird seit Jahren immer mehr Wert auf gepflegtes Aussehen gelegt. Für zwei Drittel der Frauen und knapp die Hälfte der Männer spielt ihr äußeres Erscheinungsbild eine wichtige Rolle. Angetrieben wird dieser Trend in erster Linie von den jungen Zielgruppen. Knapp drei von vier Frauen unter 30 Jahren halten heute ein gepflegtes Äußeres für wichtig, 13 Prozentpunkte mehr als 1995. Doch auch ihre männlichen Altersgenossen folgen diesem Trend, wenngleich weniger dynamisch und auf niedrigerem Niveau. Hielten vor gut 15 Jahren noch etwa 45 Prozent der Männer zwischen 14 und 29 Jahren ein gepflegtes Aussehen für wichtig, so waren es im Jahr 2005 bereits 52 Prozent. Heute legen 54 Prozent der männlichen Teenager und Twens Wert auf ihr Äußeres. Diese Daten stammen aus der Allensbacher Markt- und Werbeträger-Analyse (AWA). Diese bevölkerungsrepräsentative Markt-Media-Studie beobachtet seit genau 50 Jahren gesellschaftliche Trends, Konsumentenverhalten und Mediennutzung.
Das Engagement der Kosmetikanbieter im Internet untersucht bereits zum fünften Mal die Studie „Kosmetik Online 2009“.
Mit einem großteils neu zusammengesetzen Teilnehmerfeld zeigte sich die Branche mit äußerst unterschiedlicher Qualität aufgestellt. Hinsichtlich der aufgefundenen Website-Qualität (Durchschnittsnote 3,2) zeigte sich die Branche sehr heterogen. Nur einige wenige Angebote (vier von achtzehn) konnten mit guten Auftritten überzeugen, während die überwiegende Mehrheit gravierende Mängel zeigte und wenig nutzerfreundlich war.
Wie auch in den Vorjahren glänzt die Branche großteils mit top gestylten Webauftritten, doch trotz der glänzenden Fassaden zeigt die aktuelle Branchenbetrachtung noch ein großes Optimierungspotential für fast alle der 17 getesteten Schlüsselkriterien.
So liegen teilweise erhebliche formale Schwächen vor, wie beispielsweise hinsichtlich technischer oder auch rechtlicher Anforderungen. Ebenfalls zeigen viele Websites inhaltliche Defizite sowie Mängel hinsichtlich der technischen Umsetzung.
Die Möglichkeiten des Mediums werden nur von wenigen Branchenvertretern gut genutzt, viele Websites präsentieren sich hingegen mit wenig Kundenorientierung und fast ohne Nutz- bzw. Mehrwerte. Gründe, die jeweilige Website noch einmal zu besuchen, bieten die Auftritte der Kosmetikmarken nur selten. Zumeist fehlen interessante Kosmetik- oder Unternehmens-Informationen, intelligente Beratungsangebote oder web-adäquate Unterhaltungselemente auf den Websites.
Die vorliegende Studie bietet nicht nur einen umfassenden Wettbewerbsvergleich sondern auch ein Branchen-Benchmarking, mit zahlreichen Best-Practice Beispielen, Inspirationen und Beispiele aus dem internationalen Kosmetikmarkt sowie Anregungen für die Weiterenwicklung von Websites aus dem Themenumfeld.
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