Nach Angaben der GfK stieg die Zahl der Online-Shopper 2008 um 12 Prozent auf 29,5 Millionen Deutsche, die online einkaufen.
Im Durchschnitt kauften diese Personen 9,4 mal pro Jahr im Internet ein und gaben jeweils knapp 49 Euro aus. Dieser Wert liegt etwas über dem Wert des Vorjahres und bescherte dem Online-Handel 2008 ein Umsatzplus von 19 Prozent - insgesamt wurden Waren im Wert von 13,6 Milliarden Euro verkauft.
Die GfK verweist darauf, dass ein Großteil der Internet-Nutzer (35 Prozent) zu den Selektiv-Nutzern beim Webkauf gerechnet werden muss, da diese nur gelegentlich online einkaufen und daher auch nur für 13 Prozent des Umsatzes verantwortlich sind.
An welchen Wochentagen dabei am häufigsten im Web eingekauft wird, hat die
Montag ist der stärkste Online-Shoppingtag
ZANOX.de AG untersucht und herausgefunden, dass Montags der umsatzstärkste Tag beim Online-Shoppen ist. Laut Zanox ist dies damit zu erklären, dass viele Internet-Kunden am Wochenende in den Geschäften recherchieren und danach im Internet nach den günstigsten Preisen suchen und kaufen.
Die Verteilung der Online-Käufe auf die einzelnen Wochentage sieht demnach wiefolgt aus: 16,5 Prozent aller Online-Transaktionen finden an einem Montag statt. 15,1 Prozent dienstags, 15,0 Prozent mittwochs, 14,5 Prozent donnerstags, 13,8 Prozent freitags, rund 12 Prozent samstags und 13,1 % sonntags.
Auch der aktuelle "Pago Retail-Report 2008" der Deutsche Card Services GmbH sieht die ersten drei Werktage als die stärksten Online-Shopping-Tage mit dem größten Anteil an Wareneinkäufen. Der Report zeigt auf, dass die Zahl der Einkäufe von Montag bis zum Wochenende hin kontinuierlich abnimmt und samstags den Tiefpunkt erreicht. Hingegen lag im Jahr 2007 noch der Mittwoch an der Spitze der bevorzugten Tage für das Online-Shopping, bei den Frauen ist er es auch nach wie vor.
Der Pago Retail Report 2008 zeigt weiterhin auf, dass europaweit weibliche Käufer beim Internet-Wareneinkauf zudem erstmals führend sind. Über 53 Prozent aller von der Deutschen Card Services erfassten Zahlungsvorgänge wurden von Frauen getätigt – 2007 lagen die Männer noch mit 11 Prozent Vorsprung vorn. Obwohl insgesamt zum Wochenstart mehr online eingekauft wird, gewinnt der Sonntag zunehmend an Bedeutung im Onlinehandel. Die Experten von Pago schreiben diesen Trend der wachsenden Verbreitung von Internetanbindungen in Privathaushalten zu.
Unverändert werden aber die meisten (insgesamt 53 Prozent) Online-Einkäufe in der klassischen werktäglichen Arbeitszeit zwischen 8 und 18 Uhr getätigt. Dabei ist vor allem die typische Mittagspausenzeit, d.h. die Zeit zwischen 12 und 14 Uhr mit einem Anteil von über 13 Prozent aller Transaktionen stark vertreten. Ähnlich viele Online-Warenkäufe zeigen sich dann erst wieder in den Abendstunden zwischen 20 und 22 Uhr, wobei es in den Nachtstunden nur geringe Kaufaktivitäten gibt (weniger als 4 Prozent).
Andere Studien ermitteln für die nächtliche Zeitspanne zwischen 0 und 6 Uhr einen Anteil von 9 Prozent aller Transaktionen, was bedeuten kann, dass nachts weniger Waren eingekauft werden, als vielmehr andere Services und Angebote (beispielsweise aus den Bereichen Gambling oder Entertainment) konsumiert werden.
Durchschnittlicher Warenkorb-Wert
Einen deutlichen Rückgang registrierte die Pago Untersuchung 2008 für den durchschnittlichen Warenkorb. Während die deutschen Verbraucher im Jahr 2006 noch Waren für durchschnittlich 141 Euro im Web kauften, fiel das Einkaufsvolumen auf unter 64 Euro.
Insgesamt werden beim Webshopping derzeit eher Einkäufe mit einem geringeren Wert bevorzugt und Warenkörbe von mehr als 500 Euro machen nur gut 1 Prozent aller Transaktionen aus. In Deutschland haben Kleinstbestellungen bis 10 Euro einen großen Anteil der Einkäufe im Internet von 18 Prozent - hingegen beläuft sich deren Anteil in anderen europäischen Ländern nur auf rund 1,5 Prozent der Einkäufe.
Die größte Bedeutung (65 Prozent) haben in Deutschland Onlinekäufe mit einem Warenkorb-Wert zwischen 10 und 100 Euro. Dabei liegt der durchschnittliche Warenkorb eines männlichen Online-Käufers hierzulande bei rund 70 Euro und der von Frauen bei knapp 58 Euro. In Großbritannien und den übrigen vom Pago Report erfassten europäischen Ländern ist diese Situation jedoch genau umgekehrt, da hier die weiblichen Käufer durchschnittlich mehr ausgeben als ihre männlichen Geschlechtsgenossen.