Parallel zur zunehmenden Weberfahrung der Internetnutzer steigen auch die Ansprüche an Webauftritte. User erwarten im Internet zudem aktuelle und passgenaue gut aufbereitete Information, Funktionalität, Beratung und Unterhaltung.
Dies alles kann genutzt werden, um die Kunden im Internet mit nutzerfreundlich gestalteten und Mehrwert bietenden Webauftritten zu überzeugen und nicht nur mit reinen Image-Auftritten interne Ziele zu verfolgen. Viele große Marken bieten für Ihre User bereits einiges an Nutz- und Mehrwerten im Web an...
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Die weibliche Zielgruppe passgenau ansprechen
Wie die Zielgruppe Frau auch im Bezug auf ihre Individualität und Komplexität erfolgreich angesprochen werden kann, zeigt beispielsweise die Kosmetikmarke "Dove" in ihrer Kampage "Initiative für wahre Schönheit". Dort werden auf den verwendeten Motiven der Marke mal keine dünnen Topmodels gezeigt, sondern Frauen mit ihren ganz alltäglichen Makeln und Kurven.
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"Jede von ihnen ist eine individuelle Persönlichkeit und alle sind natürlich schön.", so Dove auf seiner Internetseite dazu (www.initiativefuerwahreschoenheit.de) über die Beweggründe für die Kampagne. Zusätzlich gibt es auf der Dove-Website ein Forum, auf dem heutige Schönheitsideale (wie beispielsweise Sommersprossen oder etwa Falten) zur Diskussion gestellt werden.
Dove knüpft mit seiner Kampagne an Studien an, die die Einstellung von Frauen als zunehmend zufriedener mit ihrem Aussehen dokumentieren selbst wenn es von Schönheitsidealen abweicht. Insgesamt ist Dove mit den Ergebnissen seiner Kampagne sehr zufrieden und gibt an, die Umsätze im Körperpflege-Bereich seit 2004 verdoppelt zu haben.
Gender Marketing statt Unisex
Spätestens seitdem im vergangenen Jahr der erste Gender-Marketing-Kongress in Deutschland stattfand, ist Gender Marketing ein Schlagwort, das in aller Munde ist.
Es beschreibt ein Konzept, welches darauf abzielt, die verschiedenen Bedürfnisse von Männern und Frauen in den Bereichen Produktentwicklung, Vertrieb und vor allem im Marketing einzubeziehen. Das Konzept berücksichtigt dabei stärker als andere Werbestrategien, dass beide Geschlechter unterschiedliche Lebenssituationen und Bedürfnisse aufweisen. So geht es beim Gendermarketing darum, Erkenntnisse aus Psychologie und Gehirnforschung über die verschiedenen Vorlieben von Männern und Frauen für die Wirtschaft nutzbar zu machen.
Während es bei Gender Mainstreaming um eine gesellschaftliche Gleichstellung von Frauen und Männern geht, geht es beim Gender Marketing um ein geschlechterspezifischen Marketingdenken und um die Art und Weise, wie Frauen und Männer Kaufentscheidungen treffen und Produkte, Dienstleistungen oder Informationen bewerten.
Da ein Großteil der Kaufentscheidungen Frauen zugeschrieben wird (in vielen Quellen wie FAZ und Focus wird die Quote auf 80% beziffert), beschäftigen sich nun viele Unternehmen mit einer frauenspezifischen Planung ihrer Produkten, Dienstleistungen und deren Kommunikation. Es gibt noch viel zu Nachholbedarf - vor allem für Wirtschaftszweige mit traditionell als "männlich" klassifizierten Produkten.
Planung einer auf die Zielgruppe ausgerichteten Strategie
Die Bedeutung von Frauen im Web steigt und geschlechtsspezifische Websites liegen im Trend.
Wissenschaftlich erwiesen ist, dass sich sowohl die weiblichen Surfgewohnheiten, als auch die Erwartungen an Gestaltung und Inhalte von Websites stark von denen der männlichen Onliner unterscheiden. Frauen bewegen sich im Internet wesentlich kommunikativer und interaktiver, als es ihre männlichen Pendants tun. Sie sind kritischer hinsichtlich des Datenschutzes und nehmen beim Surfen Texte stärker wahr als Männer, die sich gerne von Zahlen und Bildern beeinflussen lassen. Frauen stellen höhere Anforderungen an die Benutzerfreundlichkeit einer Website und legen beispielsweise auch mehr Wert auf einen kurzen und übersichtlichen Bestellprozess als der männliche Surfer.
Vor diesem Hintergrund macht es für viele Betreiber von Websites Sinn, Ihre Webkonzepte gezielt auf die weibliche Zielgruppe anzupassen und geschlechtsspezifische Surfgewohnheiten zu berücksichtigen.
Zielgruppengerechte Webauftritte für Frauen stellen ein großes Potenzial dar - nicht nur für den Bereich des E-Commerce. Frauen haben in der Regel weniger Geduld, Sitestrukturen zu erkunden oder technische Erklärungen zu lesen. Solche Faktoren müssen bei der Konzeption von Webseiten für Frauen unbedingt berücksichtigt werden und wirken sich immer positiv auf die Usability, d.h. die Benutzerfreundlichkeit und das Kosten-Nutzen-Verhältnis von Internetauftritten aus. Um die Akzeptanz von Webkonzeptionen sicherzustellen, sollten diese vorab getestet werden. Wichtige Fragestellungen für Tests können darin liegen, zu überprüfen, ob geplante Mehrwerte als solche erkannt werden, ob die Kundenservices ausreichend sind und ob z.B. die Produktpräsentation den Vorstellungen und Wünschen der Zielgruppe entspricht. netaspect begleitet diese Prozesse durch verschiedene Dienstleistungen (wie die Beratung durch Web Usability-Experten, durch Nutzer-Tests oder Web-Controlling-Maßnahmen u.v.a.m.) und unterstützt Unternehmen, Verbände oder Organisationen bei einer kundenfreundlichen Umsetzung und Optimierung der Webseiten.
Eine konsequente Ausrichtung der Inhalte an der Zielgruppe, gepaart mit einer professionellen und nutzerzentrierten Umsetzung, trägt dazu bei, dass sich Investitionen im Internet auszahlen. So muss ein Internet-Auftritt zu Vertrauen und Akzeptanz auf Seiten der Kunden sowie zu einer insgesamt größeren Kundenbindung führen und letztendlich für Unternehmen und Kunden eine "Win-Win"-Situation schaffen. (VIII.)